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Wird 2026 Inges Jahr? Ja bitte!!!😍

Unsere Französische Bulldogge Inge hat es schwer ein neues Zuhause zu finden. Denn obwohl "Frenchies" sehr beliebt sind - und Inge ein wunderschönes Exemplar dieser Rasse ist -, hat sie ein paar Marotten im Gepäck, die interessierte Menschen abzuschrecken scheinen: Trotz zahlreicher Klicks auf ihr Profil, niemand meldet sich für Inge, was uns wirklich traurig macht.

Was ist da los, und was können wir als eingeschworene "Inge-Fangemeinde" dagegen setzen, um die Menschen immerhin zu einem ersten Kontakt zu ermutigen?

Wir versuchen es mal mit ein paar Gedanken zu dem, was Inge auf den ersten Blick zu einem "gruseligen Problemhund" werden lässt:


  1. Am schwersten wiegt wohl ihre Unverträglichkeit mit anderen Hunden und fremden Menschen. Sie wird ein Einzelhund bleiben müssen, und neue Menschen müssen erst eingeführt werden. Auf der Straße von Fremden streicheln lassen, das geht nicht. Immer und überall ist auf Abstand zu achten, zu Mensch und Tier.

    Ja, was geht denn dann noch? Bei uns geht Folgendes, und wenn hier, dann überall, wo Inge sich wohl und sicher fühlt:

    Gemeinsam mit bekannten, verträglichen und ruhigen Hunden Gassi gehen, an der Leine und mit Abstand. Das Gleiche gilt für alle Situationen mit solchen Hunden: Solange sie die Distanz zu Inge einhalten, sie nicht anbellen, anspielen, beschnüffeln etc., lässt sich Inge gut auf dem Schoß halten und, stets angeleint, herumführen. Und Inge lässt sich rasch und gern hochnehmen, wenn sich ein Konflikt anbahnt.

    Es hilft, Inge gut zu kennen, um ihre Stimmung einschätzen zu können. Dann kann man Überreaktionen zuvorkommen und Stress abbauen: Mit einer freundlichen Ansprache, Körperkontakt und Leckereien.

    Clickern kann bei der Auflösung schwieriger Situationen helfen, und Inge lernt sofort, welches Verhalten besser funktioniert als "helle Aufregung".

    Im Prinzip gilt dasselbe für Menschen - nur dass diese eine gute Chance haben von Inge wirklich akzeptiert zu werden. In den letzten Monaten haben praktisch alle Mitarbeitenden bei uns ihr Vertrauen gewonnen. Inge hat sich hier enorm entwickelt!

    Mit Freundlichkeit, Ruhe, netter Ansprache, unbedrohlicher Körpersprache und - tata! - Leckerlis punktet man total bei ihr. Geduld, Ruhe und eine positive Grundhaltung öffnen bald alle Türen. Abneigung spürt Inge, wie jeder Hund, sehr genau, und reagiert darauf ebenfalls mit Abneigung.


  1. Weiterhin ungünstig zu sein scheint, dass Inge nicht gern allein bleibt, was nicht mit jedermanns Tagesablauf vereinbar ist. Sie liebt es einfach über alles, stets bei ihrem/ihren Menschen zu sein! Okay, das klingt anstrengend...

    ...aber, das große ABER, ist:

    Inge schafft es inzwischen in ihrem Innenraumzwinger, den sie sehr mag, allein zu bleiben. Wenn sie Menschen sieht/ hört, protestiert sie zwar und will dabei sein, aber sobald Ruhe herrscht, ist auch sie ruhig.

    Hilfreich ist auf jeden Fall, wie bei jedem Hund, ausreichend tägliche Beschäftigung und Bewegung. Wenn Inge draußen unterwegs war, etwas Kopf- oder Nasenarbeit machen durfte, klappen auch die Pausen viel besser. Sie ist dann einfach müde und braucht nichts mehr. Im Auto kann man sie ebenfalls mal kurz allein lassen.

    Für Menschen, die nicht berufstätig sind, ist es leicht, das Alleinsein zu trainieren. Es muss ja nicht sofort 100%ig klappen, man kann sich Zeit lassen und muss Inge nicht überfordern. Falls man Inge dann überhaupt noch allein lassen möchte...


  1. Und dann hat Inge eine Allergie und ein trockenes Auge. Sie muss mehrmals täglich Augensalbe bekommen, ein Leben lang. Die Allergie äußert sich in Ohrenentzündungen und juckenden Pfoten. Hypoallergenes Futter und Allergie-Tabletten lindern die Symptome. Das kostet natürlich mehr (TA, Medis, Futter) als es bei einem gesunden Hund der Fall sein muss.

    Falls man gegen Krankheiten und Kosten überhaupt argumentieren kann, dann vielleicht so:

    Es gibt kaum eine Französische Bulldogge, die nicht mit - oft deutlich gravierenderen - Erkrankungen zu tun hat. Die Rasse ist, ob man das hören möchte oder nicht, letztlich vollkommen überzüchtet.

    Entscheidet man sich bewusst dafür, ein (solches oder anderes) Tier aufzunehmen, übernimmt man automatisch alle damit verbundenen Risiken: Überdurchschnittliche Kosten für tierärztliche Behandlungen, Medikamente, Diätfutter. Und das Mitleiden mit einem geliebten Tier, das schon bei milden Temperaturen, leichtem Trab oder Treppensteigen kaum Luft bekommt oder vor Schmerzen lahmt.

    ABER was das betrifft, kann Inge wirklich mal punkten: Sie läuft leicht und federnd, scheint also schmerzfrei zu sein. Sie hat eine recht lange Nase und atmet erst dann schwerer, wenn es schon warm ist. Man muss ihr dann - wie eigentlich jedem Hund - Schatten, Wasser und Ruhe ermöglichen.

    Inge kann - und mag! - durchaus länger spazierengehen, wenn sie nur genug Zeit und Gelegenheit zu schnüffeln, zu beobachten, zu "relaxen" bekommt.

    Was bleibt noch? Ach ja, das liebe Geld.

    Es gibt bei KEINEM Haustier eine lebenslange Garantie auf Gesundheit. Gerade (Rasse-)Hunde haben oft irgendwann mit spezifischen Erkrankungen zu tun. Ein vollkommen gesundes und kostengünstiges Hundeleben ist generell ziemlich unwahrscheinlich.

    Doch schließt man ein Tier in sein Herz - was Inge ohne weiteres schafft -, fällt das Investieren in seine Gesundheit deutlich leichter. Und auch wenn es komisch klingt: Bei Inge, die nun 8 Jahre alt ist, weiß man wenigstens, was einen (vorerst) erwartet.


Aber jetzt lassen wir doch einmal Inge zu Wort kommen, schließlich geht es ja um sie:




Wenn Sie Inge kennenlernen und sich selbst ein Bild von ihr machen möchten, zögern Sie nicht: Melden Sie sich bei Martina Achilles, der Hofleitung:


Ein Kennenlernen verpflichtet zu nichts und hilft Ihnen bei Ihrer Entscheidung - für oder gegen eine Adoption oder, wie bei Inge auch möglich, eine Pflegestellenoption.


 
 
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